Albgut
Galerie im Albgut OF7

Galerie im Albgut OF7

Die Galerie im Albgut OF7 kann im Rahmen einer angemeldeten KULTour im Albgut mit den Albguides besucht werden.

Galerie OF7 im Albgut

„Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft.
Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.“
 
( Pablo Picasso ) 

Seit Oktober 2025 betreuen die Malerin Christel Fuchs und der Bildhauer Arthur Goldgräbe die Galerie OF7 im Albgut. Neben eigenen Arbeiten der beiden Künstler sind Werke des Malers Bernhard Maria Fuchs zu sehen. Darüber hinaus gehören wechselnde Ausstellungen von KünstlerInnen zum Konzept der Galerie. Inzwischen haben die Keramikerin Gertrud Gölz und der Holzkünstler Paul Buck die Galerie mit ihren Arbeiten bereichert. Derzeit ist Claudia Cappiello mit fein gearbeiteten Filzobjekten zu Gast in der Galerie OF7.


Die Galerie OF7 ist sonntags von 13 – 17 Uhr und zu übergreifenden Veranstaltungen geöffnet.
Die KünstlerInnen freuen sich auf Ihren Besuch.


Nähere Information und Videos unter:

https://www.goldgraebe.de/single-post/ausstellung-zur-neueröffnung

Arthur Goldgräbe

Ich habe mich der Kunst verschrieben! Als Quelle meiner Inspiration bereichert sie mein Leben, ist Hort meiner Leidenschaft, befriedet mein Gemüt, streichelt meine Seele. Sie bietet vielfältige Wege mich auszudrücken. Thematisch stelle ich den Menschen in den Mittelpunkt und setze mich mit dem Menschlichen in allen seinen Dimensionen auseinander – der körperlichen, seelischen, mentalen, emotionalen, spirituellen. Menschen faszinieren mich. Dass das so kam und sie bis heute stets im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit stehen, ist kein Zufall: die Förderung von Menschen in Unternehmen war das Thema meines Berufslebens. Damit verbanden sich wunderbare Aufgaben, die mir die Vielfalt der Menschen und des Menschlichen deutlich machte und wertzuschätzen lehrten.

Christel Fuchs

Christel Fuchs und ich arbeiten bereits seit geraumer Zeit zusammen. Sie ist seit über 40 Jahren malend unterwegs und hat sich in dieser Zeit von der gegenständlichen hin zur informellen Malerei fortentwickelt. Ihre Arbeitsweise unterliegt keinen starren Regeln, sondern folgt autonomen Prozessen. Die Schönheit des Zerfalls und der Prozess von Werden und Vergehen zieht sich durch ihr Werk.

www.christel-fuchs.de

Artikel in der NWZ-Göppingen am 22.08.2016

Ausstellung vom Kommen und Gehen

Die Ausstellung „AlbART trifft Kulturmühle“ zeigt Kunst, die vom Kommen und Gehen erzählt.

Als blicke man durch ein Zeitfenster. Zeitlos, weil nicht klar ist, auf welche Phase der Zeit man gerade schaut. Auf Bilder und Objekte, die vom Kommen und Entstehen oder die vom Gehen und Vergehen erzählen. Oder von der Gegenwart, die einen Augenblick inne hält, um besser verstanden zu werden.

Veronika Knoblauch hat jene Momente gebannt, in denen sich Formen und Farben suchen; eines bereits gefunden hat, wonach das andere noch sucht; in denen das eine bereits Gestalt angenommen hat und beim anderen der Entwicklungsprozess noch im Gange ist. Es sind farbintensive Arbeiten, die wie Stillleben wirken und doch quicklebendig erscheinen. In Ansätzen gestaltet sich Landschaft, trennt sich Wasser von festem Grund. Aus einem Gemenge an Farben tauchen willkürlich Objekte und Gegenstände ohne zwingenden Zusammenhang zueinander auf. Schuhspitzen unter einem formlosen Vorhang, frei schwebende Blumen, oder Trompeten, Früchte, Hauswände, Samen.

Christel Fuchs ist mit ihren Bildern noch näher am Ursprung der Genesis – als selbst Farbe sich noch in der Entstehung befand und Farbe und Form ein brodelndes Gemisch bildeten, die Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser sich noch kaum voneinander abgrenzten. Ganz bewusst zeigt die Bad Ditzenbacherin Bilder, die im dezenten Kontrast zu Knoblauchs Arbeiten stehen. Bilder, in denen Kommen und Entstehen nicht einmalig, sondern in einem ständig sich wiederholenden Kreislauf erscheinen.

Thematisch reihen sich die Skulpturen von Hartmut Väth in die Arbeiten der beiden Malerinnen ein. Als Bildhauer verfremdet er in dem Maße, wie es den beiden Malerinnen durch Reduzieren und Abstrahieren gelingt. Beeindruckend sind seine Skulpturen aus Holz. Organische Formen geschnitten, gesägt, geschliffen aus Linden- oder Buchenholz, aus den Stämmen von Apfelbäumen oder Bergahorn und mit hellen Pigmenten gekalkt. Väth spielt gekonnt mit multiplen gedanklichen Möglichkeiten. Seine Objekte erinnern an von der Sonne ausgebleichte, tierische Knochen, an Fragmente aus Porzellan. Massiv und scheinbar federleicht. Holz wird zu Stein und Stein will Holz sein.

Bernhard Maria Fuchs

Wer die Natur verstehen will, muss mit ihr zu einer Einheit verschmelzen, muss lernen mit ihr zu sprechen, mit ihr zu schweigen. Dieser Prozess der Annäherung führt zu Momenten größter Zärtlichkeit und Harmonie. Der selbstlos Suchende trifft auf alle Fragen und Antworten des Universums. Bernhard Maria Fuchs

https://www.bernhard-maria-fuchs.de

Leben

  • 1959 geb. in Regensburg
    aufgewachsen im Bayerischen Wald
  • 1983 – 1990 Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
  • seitdem freischaffend
  • 1987 – 1990 Künstlergruppe Heller Glimmer
  • 1989 – 1992 verschiedene experimentelle Kurzfilme
  • 1995 Förderpreis der Nürnberger Nachrichten
  • 1997 China-Stipendium Association Yunnan of Fine Arts – BBK Schwaben Nord und Augsburg
  • 1998 Künstlersymposium Kulmbach
  • 2002 Förderpreis der Nürnberger Nachrichten
  • 2007/2008 Künstlersymposium Mühlhausen/Opf.
  • 2007 Kulturpreis der Stadt Neumarkt i.d.OPf.
  • 2010 Gastvorträge an der Academy of Design + Art, Peking
  • 2014 Nach kurzer Krankheit verstorben

Claudia Cappiello
https://de.pinterest.com/claudiacappiell/

Werdegang


2002 erste Begegnung mit Filz I 2008 Besuch von Workshops bei bekannten Filzkünstlerinnen I 2010 – 2013 Ausbildung zur zertifizierten Filzgestalterin
an der Filzschule Oberrot I seit 2011 eigene Werkstatt I 2013 Publikation einiger meiner Werkstücke in Passion Filz I seit 2016 Teilnahme an der
Studiengruppe bei Margarete Warth im Werkraum Textil Nürtingen I seit 2019 Dozentin an der Filzschule Oberrot


Ausstellungen
Mitwirkung an verschiedenen Gemeinschaftsausstellungen und regionalen Projekten I 2017 Teilnahme an VII.Bienal Internacional de Arte Textil
Contemporaneo WTA in Montevideo Uruguay

Textil zu arbeiten ist für mich auch nach fast 20 Jahren immer noch Faszination pur und bietet mir
eine Vielfalt an Möglichkeiten meine Ideen und Inspirationen umzusetzen. Genauigkeit in der
Planung mit Experiment zu verbinden finde ich spannend. Mich reizen die Mehrdimensionalität und
die Formbarkeit der Wolle, die haptische Vielfalt von ganz fein und transparent bis grob, rauh und
dick. Ich kombiniere gerne Wolle von unterschiedlichen Schafrassen in einem Werkstück. Durch die
Einarbeitung von Stoffen, pflanzlichen Fasern, Papieren entstehen textile Unikate. Zunehmend
gewinnt der künstlerische Aspekt in meiner Arbeit mit der Wolle für mich an Bedeutung. Während
des Filzprozesseses lasse ich mich auf das Werdende ein und gehe in den Dialog mit der Wolle, die
durchaus auch ihr Eigenleben entwickelt. Filz spricht alle meine Sinne an, ist Umhüllung, aber auch
Enthüllung, da aus meinem Inneren ein sichtbares Außen wird.

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Künstler/-in

Goldgräbe – https://www.goldgraebe.de

Christel Fuchs – http://www.christel-fuchs.de

Claudia Cappiello – https://de.pinterest.com/claudiacappiell/

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